Sinn des Lebens

von Apr 22, 2019Sinn des Lebens

Sinn des Lebens – Was ist das?

Und macht es überhaupt Sinn, danach zu suchen?

Was ist der Sinn des Lebens?

Das können wir dir leider auch nicht sagen 😊. Aber es scheint ein paar Hinweise zu diesem Thema zu geben, die wir in diesem Blog gerne zusammentragen möchten.

Die Fragen „Woher kommen wir eigentlich?“, „Wo wollen wir hin?“ und vor allem „Wozu das alles?“ beschäftigen die Menschheit wohl seit jeher.

Die menschliche Psyche braucht einen Grund, warum wir existieren. Tieren ist dies anscheinend egal – die leben einfach so, ohne sich Gedanken darüber zu machen, warum.

Wir Menschen hingegen wollen in diesem irdischen Leben unbedingt eine Sinnhaftigkeit sehen. Eine Bestimmung, einen Grund – am besten von Gott gesandt.

„Wer ein Warum hat zu leben, erträgt fast jedes Wie.“

 

(Friedrich Nietzsche)

Aber was wäre, wenn ein Warum gar nicht nötig ist? Was wäre, wenn das Leben an und für sich gar keine Bedeutung hätte? Wenn es nicht einmal einen Bedarf für eine Bedeutung gäbe?

Unser Verstand braucht einen Sinn, andernfalls fühlen wir uns nicht mit dem Leben verbunden. Wenn wir nicht im Auftrag Gottes hier sind, dann müssen wir für einen Sinn in unserem Leben eben selbst sorgen.

Und das tun wir dann auch. Wir sorgen also für eine Bestimmung, einen Grund, dem wir dann unser Leben widmen. Wir denken uns ein Lebensmotto aus, oder erschaffen uns sonst irgendein Warum.

Dieser Bestimmung folgen wir dann, erschaffen uns damit eine Identität und Grenzen. Anstatt einfach lebendig zu sein – als ein Teil des Lebens – geraten wir in eine Falle, die wir uns selbst gestellt haben.

Haben die Religionen eine Antwort auf den Sinn des Lebens?

Aber natürlich 😊!

Fast alle Religionen haben ein gemeinsames Ziel: Die Hoffnung auf ein gutes Leben im Jenseits.

Das Christentum sieht den Sinn des Lebens darin, die Gemeinschaft mit Gott und unter den Menschen zu pflegen und ein Leben in Liebe, Umkehr und Buße zu führen, um sich hier auf Erden für das Paradies im Jenseits zu qualifizieren. Der Sinn des Lebens erfüllt sich somit erst nach dem Tod. War der Weg bis dahin nicht so erfolgreich, gibt es am Ende noch das Fegefeuer, schlimmstenfalls die Hölle – aber darüber entscheidet das Jüngste Gericht.

Für den Islam ist das Leben ein Geschenk Gottes. Und der Sinn des Lebens besteht darin, Allah für dieses Geschenk zu danken und ihm zu seinem Wohlgefallen zu dienen.

Gibt es Alternativen?

Schauen wir einmal weiter, ob sich nicht noch eine bessere Alternative bietet.

Der Hinduismus ist sich bezüglich des Lebenssinns noch nicht ganz einig. Es wurden gleich mehrere Konzepte entwickelt. Für die meisten Hinduisten gibt es ein Leben nach den vier traditionellen Lebenszielen: Wohlstand, Karma, Moral und Moksha, die Erlösung. Ist man hingegen Anhänger der Advaita-Lehre, dann bedeutet Moksha das Aufgehen ins kosmische Bewusstsein.

Man hat aber auch noch die Dvaita-Lehre zur Auswahl, wo die ewige Gemeinschaft mit Gott die Erlösung darstellt.

Auf jeden Fall ist zu Lebzeiten für ein gutes Karma zu sorgen, was dadurch erreicht werden kann, indem man Gutes tut. Bis man das herausgefunden hat, wird man immer und immer wieder geboren. Erst wenn man ausreichend gutes Karma angesammelt hat, darf man bei den Göttern bleiben.

Das irdische Leben gilt es zu erdulden, bis man die Erlösung im Göttlichen findet.

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Und dann gibt es natürlich noch den Buddhismus, bei dem versucht wird, dem ewigen Kreislauf der Reinkarnation irgendwann einmal zu entkommen, auf dass man im Nirwana lande. Dennoch bietet der Buddhismus keine wirkliche Antwort auf den Sinn des Lebens.

Im Buddhismus ist das Leben an und für sich weder sinnig noch unsinnig. Es kommt vielmehr darauf an, wofür man sein Leben verwendet.

Hier besteht die Königsdisziplin darin, die Einheit in allem zu erkennen, was lebt. Dass der Mensch, die Welt und das Universum eins sind. Der Fachbegriff hierzu ist die Erleuchtung. Bis die erreicht ist, kann es allerdings sein, dass man auch einmal eine Inkarnation als Regenwurm verbringt.

Hat der Buddhist dies jedoch alles erkannt, dann kann er sich aussuchen, ob, wann und als was er noch einmal wiedergeboren werden möchte.

Jegliche Gier ist hierbei allerdings hinderlich. Dagegen soll übrigens Meditation helfen.

Und dann hätte wir noch das Judentum.

Hier befindet sich der Sinn des Lebens ausnahmsweise mal im Diesseits. Dabei geht es darum, Entscheidungen im Leben zu treffen. Entscheidungen im inneren Kampf zwischen dem, was die Menschen zum Guten und zum Schlechten treibt. Jeder Moment zählt und kann mehr Wert sein, als die gesamte zukünftige Welt. Durch unsere Entscheidungen formen wir unsere Seele. Und da die Seele diese Welt überdauert, wird dieser geschaffene Wert auch in die Ewigkeit mitgenommen.

So – du hast nun eine kleine Auswahl! Such dir etwas aus 😊!

Die Vogelperspektive

Beschäftigt man sich aus der Vogelperspektive mit den jeweiligen Werken, wird schnell klar, dass es allen unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Kern um das gleiche geht. Der Engpass entsteht eher beim Bodenpersonal, das die jeweiligen heiligen Schriften unterschiedlich interpretiert, bzw. inhaltlich ein wenig zurechtbiegt. Natürlich immer zum Wohle der Menschen 😊

Die Sehnsucht nach dem Ganzen

Am Anfang war das Nichts – dieses Nichts hatten wir schon so einige Male in unseren Blog-Themen. Es scheint also irgendwie von Bedeutung zu sein.

Dieses Nichts ist nicht einfach nichts! Es ist reines Bewusstsein – Energie in ihrer reinsten Form.
Stell dir einmal vor, du würdest die Sonne, den Mond, die Erde, sämtliche Sterne, Planeten und auch die Milchstraßen, selbst die Dunkelheit und das Licht aus dem Universum entfernen. Was bliebe dann noch übrig? Reines Bewusstsein!

Jetzt könnte man diese Vorstellung noch etwas weiterspinnen und auch das Bewusstsein entfernen – aber wer könnte das dann bezeugen? Irgendetwas muss also übrigbleiben, auch wenn da physisch so überhaupt nichts mehr ist. Irgendetwas, das davon weiß, dass da dieses Nichts ist. Der Beobachter des Beobachters sozusagen 😊.

Selbst die moderne Physik kommt mittlerweile zu dem Schluss, dass es mit der Entstehung des Universums ein Bewusstsein gegeben haben muss. Ohne ein Bewusstsein ist Materie nicht möglich. Energie plus Bewegung – nur dann entsteht etwas, das man anfassen kann.

Existenz und Bewusstsein

Warum hat es das gemacht, das Bewusstsein? Warum hat es Materie erschaffen?

Aus demselben Grund wie wir – um etwas zu erfahren!

Und warum wollen wir etwas erfahren? Ganz klar, weil uns sonst sehr schnell langweilig wird 😊.

Dem Bewusstsein war also langweilig. Es war zwar ganz gut drauf, aber so richtig was los war da nicht in der All-Einheit.

Damit etwas erlebt und erfahren werden kann, braucht es eine Existenz. Das Bewusstsein musste sich sozusagen in Form und Gestalt bringen, um mit und durch diese Formgebung dann agieren zu können. Und weil allein spielen immer etwas langweilig ist – und Langeweile war ja eh schon genug da – brauchte das Bewusstsein mehrere Existenzen. Allein Sackhüpfen zu spielen macht keinen Spaß und um Verstecken spielen zu können, braucht man auch mindestens noch eine weitere Person. Überdies braucht man eine Spielwiese oder zumindest ein Fußballfeld, wo man interagieren kann.

Da erschien die Erschaffung der Erde die perfekte Trainingsplattform zu sein, um alles Mögliche erfahren zu können. Sinniges wie Unsinniges. Dem reinen Bewusstsein ist es ziemlich egal, ob etwas Sinn ergibt oder nicht – Hauptsache es kann etwas erleben.

Und so hat sich dieses Nichts, welches reines Bewusstsein war, aus dem großen Ganzen heraus in viele kleine Teile aufgeteilt.

Das könnten die ungefähr acht Milliarden Menschen erklären plus eine ausgeklügelte Fauna und Flora.

Der Haken

Die Sache hatte jedoch einen Haken. Das reine Bewusstsein wollte natürlich nicht nur Sackhüpfen spielen, sondern auch mal Räuber und Gendarm. Und es wollte auch mal so abgefahrene Sachen wie eine Fußballweltmeisterschaft, den Flug zum Mond oder die Möglichkeit der Erfahrung von Krankheiten machen. Gut, bei einigem hat es den Bogen etwas überspannt. Aber das ist ein wenig wie bei Kindern, die den Zenit beim wilden Spielen irgendwann einmal überschritten haben. (Bis einer heult).

Um derart grenzwertigen Erfahrungen machen zu können, musste das Bewusstsein bei seiner Existenzgründung jedoch vergessen, dass es ja eigentlich das glückselige, reine – zugegeben gelangweilte – Sein war. Sonst funktioniert das alles ja nicht.

Man könnte fast meinen, das reine Bewusstsein wäre etwas masochistisch veranlagt, weil es sich auch leidvolle Begebenheiten ausgesucht hat. Dies scheint sich jedoch erst im Laufe der Zeit so ergeben zu haben.

Zur Existenz gehört natürlich noch die zeitliche Komponente, damit alles einen Anfang und ein Ende haben kann. Auf diese Weise ist dann auch die Erfahrung der Endlichkeit gewährleistet.

Im Grunde existieren weder Vergangenheit noch Zukunft. Sie existieren erst dann, wenn wir uns entscheiden, im gegenwärtigen Moment eine Erinnerung oder eine Vorstellung davon zu erschaffen. Alles findet immer im Hier und Jetzt statt. Aber die Gegenwart kann der Beginn der Zeit sein, wenn wir uns für dieses Modell entscheiden – was wohl die meisten Menschen getan haben. Somit haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass alles einen Anfang und ein Ende haben kann. Wie sonst könnten wir Geburt und Tod erfahren, wenn es keinen Anfang und kein Ende des Lebens gäbe?

Das Tempo der Evolution

Unsere Evolution hatte einen etwas langsamen Start. Die Erde kam ziemlich viele Jahre ohne die Erschaffung des Menschen aus. Das reine Bewusstsein schien sich damit begnügt zu haben, Dinge wie Wasser, Land und Luft sowie die ersten Organismen zu kreieren. Später kam dann die Pflanzen- und Tierwelt hinzu. Naja, wir sind keine Naturwissenschaftler. Näheres kann man anderswo nachlesen.

Das reine Bewusstsein ist von seiner Art her, wie wir es von Kindern kennen. Und Kinder sind wie verrückt nach Dinosauriern – das könnte vielleicht erklären, warum sich das Bewusstsein auf dieser Erde etwa 180 Millionen Jahre mit ihnen beschäftigt hat. Aber auch das ist natürlich lediglich reine Spekulation 😊.

Unser Einheitsbewusstsein – wir können es auch Quellbewusstsein nennen – hat sich also aufgespalten in viele einzelne Existenzen, wir können sie auch Seelen nennen.

Je mehr Existenzen sich aus dem Quellbewusstsein abspalteten, desto mehr Seelen entstanden. Was dazu führte, dass einzelne Seelen auf der Trainingsplattform Erde Erfahrungen miteinander machten. Was wiederum dazu führte, dass Freundschaften unter den einzelnen Seelen entstanden, die auch nach dem zeitlichen Ableben auf dieser Erde bestehen blieben. Und die eine oder andere Seele verabredete sich dann mit einer anderen Seele, bei der nächsten Inkarnation dieses oder jenes miteinander zu erleben.

All dies hört sich ganz schön abgefahren an. Und es ist natürlich reine Spekulation! Es geht jedoch noch weiter…

Der Haken geht weiter

Der Haken bei der erneuten Inkarnation war – und scheint es auch heute noch zu sein – dass die Seelen beim Eintritt in dieses Erdenleben eine ziemlich ausgeprägte Amnesie in Kauf nehmen müssen. Alles Wissen über die eigene wahrhaftige Existenz wird in dem Moment vergessen, in welchem wir uns inkarnieren bzw. spätestens dann, wenn wir unser Ich entwickeln.

Aber der Sinn dieser (die Medizin würde sagen anterograden) Amnesie liegt auf der Hand! Wären wir uns nach unserer Inkarnation weiterhin bewusst, dass wir eigentlich reines, glückseliges Bewusstsein sind, welches nur ein wenig Langeweile hat, dann wäre es vollkommen unmöglich, unvoreingenommen eine Erfahrung zu machen. Und die Erinnerung an die Verabredungen auf der Seelenebene wäre natürlich auch nicht gerade dienlich, wenn es darum geht, etwas zu erfahren. Dann wüssten wir ja bereits alles und könnten den Verlauf bestimmen. Das wäre geschummelt!

Um es noch einmal kurz zusammenzufassen: Wir haben uns im Jenseits miteinander verabredet, etwas Bestimmtes im Diesseits zu erleben. Und damit diese Erfahrungen in ihrem vollen Umfang erlebt werden können, müssen wir alles vergessen, was wir über uns wissen und was wir bereits erfahren haben. Das Vergessen gilt für alle Seelen, auch für die, die sich nicht so gerne verabreden und lieber im Alleingang etwas unternehmen.

Durch das Vergessen unseres wahren Wesens fühlen wir uns mit dem Betreten dieser Welt leider auch vom Quellbewusstsein getrennt, welches wir ja eigentlich sind. Und damit empfinden wir uns auch von uns selbst getrennt.

Die Sehnsucht nach dem Zuhause

Dies ist scheinbar etwas unglücklich für das weitere Erdenleben, aber offensichtlich notwendig für die gewählten Erfahrungen.

Zu dem Gefühl des Getrenntseins kommt nun noch die Sehnsucht nach dem Zuhause – dem reinen Bewusstsein – hinzu. Auch wenn wir vergessen haben, dass wir dieses Zuhause selbst sind und wir unsere Existenz ausschließlich auf unser irdisches Dasein reduzieren, so spüren wir doch durch alle Erfahrungen hindurch diese Sehnsucht.

Und dann ist es passiert: Aus Spaß wird Ernst.

Als die reine, göttliche Existenz haben wir uns vorgenommen, eine Erfahrung in irdischer Gestalt zu machen, aber wir haben jegliche Verabredungen, Rahmenbedingungen und das Wissen um uns selbst bei Spielbeginn vergessen. Und plötzlich fühlen wir uns als Opfer der (Lebens-) Umstände.

Worum geht es denn nun im Spiel des Lebens?

Was ist der Sinn dahinter?

Wenn wir davon ausgehen, dass wir als unendliches Wesen reines Bewusstsein in seiner Ganzheit sind, dann ist es logisch, dass wir uns auf dieser Erde als etwas anderes erfahren möchten. Wir müssen vergessen, was wir sind, um erfahren zu können, was wir nicht sind.

„Das Wort Glück würde seine Bedeutung verlieren, hätte es nicht seinen Widerpart in der Traurigkeit.“

 

(Carl Gustav Jung)

Zu dem, was wir bereits im Vorfeld, vor unserer Inkarnation, gewählt haben, erfahren zu wollen, kommen nun noch ein paar Rahmenbedingungen hinzu 😊.

Als ganz kleines Kind können wir unsere innere Welt noch nicht von der äußeren Umgebung unterscheiden. Wir beziehen alles, was uns im Außen passiert auf uns selbst und alles was in unserem Inneren geschieht, tragen wir nach außen.

Die Identifikation mit dem Außen

Diese Phase unseres Lebens ist eine sehr sensible Phase. Denn alles, was wir im Außen erleben, prägt uns und gibt die Rahmenbedingungen vor, wie wir durch unser späteres Leben gehen. Wir halten das, was wir im Außen sehen für die Wirklichkeit und identifizieren uns auch mit dieser.

Dies kann für sehr schmerzhafte Empfindungen sorgen. Auch wenn diese eigentlich mehr eine Einladung unserer Seele sind, alle Seiten an uns angst- und wertfrei anzuschauen. Aber davon wissen wir in diesem Alter noch überhaupt nichts.

Und auch später wissen die meisten Menschen dies ebenfalls noch nicht.

Für derartiges Wissen ist die Voraussetzung erforderlich, es erlangen zu wollen.

Was wir in dieser Zeit alles erfahren, entscheidet darüber, wie und auf welche Weise wir durch unser weiteres Leben gehen. Mit wie viel Resilienz wir unsere selbst gewählte Erfahrung dann erleben. Aber da wir auch unsere Eltern vorab auswählen, sind diese Rahmenbedingungen wahrscheinlich auch bereits Teil des Gesamtprogramms 😊. Wir können hier ja nur spekulieren!

Die ersten 3 Jahre

Der Zeitraum von unserer Zeugung bis etwa zum Alter von drei Jahren ist eine sehr wichtige Phase in unserem Leben. Wie wir die Welt in dieser Zeit wahrnehmen, wird zur Melodie unseres Lebens. Der rote Faden, der sich durch unser Leben zieht, hat hier seinen Anfang, um dann zu einem Wollknäuel zu werden, welches wir im Laufe unseres Lebens allmählich wieder entwickeln.

Das kann auch richtig Spaß machen! Sich selbst zu erforschen, hinter die Kulissen zu schauen und im eigenen Leben auf Entdeckungsreise zu gehen, kann sehr sinnig und erfüllend sein. Auch wenn es sich zwischendurch so anfühlt, als würde man vor unlösbaren Situationen oder unaushaltbaren Gefühlen und Empfindungen stehen.

Damit könnte der Sinn des Lebens schon einmal eine lebenslange Reise zur Selbsterkenntnis sein.

Wenn du nicht weißt, wo es nun genau lang geht, dann magst du vielleicht einmal darauf achten, was dir im Außen begegnet. Wie tritt die Welt mit dir Kontakt? Welche Themen werden an dich herangetragen?

Sind wir in einem guten Kontakt zu uns selbst, dann wissen wir um unsere Themen, denen es sich zu stellen gilt. Haben wir den Kontakt zu uns selbst jedoch verloren, dann brauchen wir uns nur umzuschauen und hinzuhören.

Wo ist deine Resonanz

Womit trittst du in Resonanz? Was triggert dich? Mit triggern ist hier nicht der physikalische Begriff gemeint, der die Umformung eines sinusförmigen Signals in ein rechteckiges meint, sondern das unangenehme Gefühl, welches manche Menschen oder Situationen in uns auslösen und für welches wir unser Gegenüber verantwortlich machen. Jene Begebenheiten, bei denen wir der Meinung sind, dass der Stein des Anstoßes immer die anderen sind.

Regt dich ein bestimmtes Thema immer wieder auf oder hast du vor etwas Bestimmtem Angst – dann geht es genau da entlang! Die Lebenssituationen, in die du immer wieder hineingerätst, passieren nicht einfach so. Sie sind ein Angebot an dich, hinzuschauen. Und zwar auf die Gefühle, die du dabei hast.

Diese Gefühle kann man nun transformieren. Das bedeutet, dass wir einen Gefühlszustand, welcher sich nach unserer Bewertung schwer und ungut anfühlt, der uns unglücklich macht und unser Leben ständig unangenehm beeinflusst, in einen Gefühlszustand umwandeln, der sich leicht und erlöst anfühlt.

Dies können Gefühle sein, die wir vielleicht schon seit Jahrzehnten mit uns herumschleppen und maßgeblich Einfluss auf die Art und Weise haben, wie wir dem Leben begegnen. Vielleicht haben sie sogar dazu geführt, dass wir krank geworden sind.

Ein Wechselspiel von Sehnsucht und Trennung

Unsere Existenz ist nichts anderes, als das ständige Wechselspiel zwischen der Sehnsucht nach der Quelle – dem reinen Bewusstsein – und der Trennung von ihr.

In jeder Lebenssituation zu erkennen, dass wir letzten Endes dieser Einheit entspringen – darum geht es.

Und der Schlüssel zu dieser Wiedererkenntnis sind unsere Emotionen.

Durch das authentische spüren einer Emotion lösen wir ein Teil unserer Ich-Identität auf und kommen unserem reinen Sein wieder etwas näher.

Erinnern wir uns: Wenn wir alles im Universum wegnehmen, was bleibt dann übrig? Wenn du alles, was du über dich selbst weißt, wegnimmst, was bleibt dann? Wenn du deine Gedanken, deine Emotionen und deinen Körper entfernen würdest. Was bleibt dann übrig? Reines Gewahrsein – Bewusstsein!

So könnte es zumindest sein 😊. Beweise haben wir natürlich nicht dafür!

Denn es könnte auch ganz anders sein.

Vielleicht ist alles auch vollkommen anders 😊. Möglicherweise ist unser Universum rein zufällig entstandene Materie. Irgendjemand – wer auch immer, das ist jetzt einmal egal – hat ein Ursüppchen gekocht, aus dem dann die Urzeitkrebse und letzten Endes auch wir Menschen entstanden sind.

Rein willkürlich, ganz ohne Hintergedanken, ist dann alles so entstanden, wie wir es kennen.

Vielleicht hat das Leben keinen Sinn! Auch dies ist möglich.

Unser menschlicher Verstand tut sich mit dieser Variante jedoch schwer. Im Gegensatz zum Tier sind wir Menschen in der Lage, ausgiebig zu reflektieren und zu analysieren. Stoßen wir hierbei auf unzufriedenstellende Antworten – auf manche Fragen finden wir überhaupt keine Antworten – dann geraten wir leicht in eine Sinnkrise. Wenn es anstrengend wird, wir Krankheit oder Leid und Kummer erleben, dann fühlt sich das gesamte Leben sinnlos an.

Vielleicht hat das Leben wirklich keinen Sinn, aber wir können ihm einen geben – wenn wir das wollen!

Was ergibt für dich in diesem Leben Sinn? Was kannst du tun, damit es sich sinnvoll anfühlt? Was könnte dein „Warum“ sein, wenn es darum geht, das „Wie“ zu ertragen?

Oder sollten wir vielleicht genau abwägen, ob es wirklich Sinn ergibt, dem Leben einen Sinn zu geben 😊?

Vom Sinn und Unsinn des „Warums“

Je nachdem, was wir gerade erleben und ob wir mit dem Erlebten fertig werden, kann ein „Warum“ sinnvoll sein. Aber ein „Warum“ grundsätzlich zu einem festen Bestandteil unserer Existenz zu machen, birgt die Gefahr, dass wir uns Ziele und Grenzen in unserem Erleben auferlegen und damit für immer neu entstehendes Leid sorgen.

Wenn wir zum Menschen denn Sinn unseres Lebens darin sehen, anderen Menschen zu helfen, dann ist dieser immer davon abhängig, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht als uns.

Besteht der Sinn des Lebens darin, einen Partner zu finden und Kinder zu bekommen, dann wird das Leben sinnlos, wenn der Partner sich trennt oder verstirbt und die Kinder das Haus verlassen.

Dem Leben einen Sinn zu geben, kann also bedeuten, dass die Krise vorprogrammiert ist. Ist die Grundlage für den Sinn im Leben nicht mehr da, zweifeln wir sofort an unserer gesamten Existenz.

Ist die Frage nach dem Sinn also vielleicht gar nicht so sinnvoll?

Das mit dem Sinn des Lebens ist gar nicht so einfach 😊.

Sinn oder Nicht-Sinn – das ist hier die Frage!

Wir können den Sinn unseres Lebens selbst bestimmen – es ist das, was wir daraus machen wollen -wir können jedoch auch nur von Augenblick zu Augenblick lebendige Erfahrungen machen. Ganz in der Gegenwart – im Hier und Jetzt.

Interessanterweise berichten Menschen, die sich dem Auf und Ab im Leben einfach hingebungsvoll zuwenden, einfach das tun, was gerade dran ist und ihrem Gespür folgen, in ihrem Leben von einer großen Leichtigkeit begleitet werden. Und das hört sich schon einmal sehr sinnvoll an 😊.

„Wir leben nicht entspannt im Hier und Jetzt, sondern völlig verspannt im Wenn und Aber.“

 

(Rüdiger Dahlke)

Spirituelles Erwachen als höchstes Lebensziel?

Zugegeben, erwacht zu sein, sich mit seinem Ursprungsgewahrsein voll verbunden zu fühlen, eins mit allem, was ist – reines Sein sein – ist schon ein ziemlich cooler Seinszustand. Losgelöst von jeglichem Denken, hinter dem, was ist, die unaussprechliche Wahrheit erkennen. Und all dies eingehüllt in Gefühle von Einheit und Liebe.

Wer will das nicht?

„Ruhe kommt nicht vom Schlafen, sondern vom Erwachen.“

 

(aus “Ein Kurs in Wundern”)

Spirituelles Erwachen hat nichts mit dem morgendlichen Erwachen zu tun, wenn der Wecker klingelt und uns das täglich Murmeltier grüßt. Das Erwachen, um welches es hier geht, ist das bewusste Bewusstsein 😊. Natürlich kann man auch im Bett erwachen, aber meist passiert dies an ganz anderen Orten.

Zum spirituellen Erwachen gibt es mehrere Wege. Viele Menschen erforschen diese mit dem Ziel, zu erwachen. Sie machen das Erwachen zum Ziel und Sinn ihres Lebens. Die Wege dorthin sind jedoch vollkommen unterschiedlich.

Die einen erleben das Erwachen als Folge jahrelanger Disziplin, Meditation oder jahrelangen Studiums. Andere erwachen plötzlich durch die Erfahrung einer Krankheit oder die Einnahme psychogener Drogen.

Bist du bereits erleuchtet?…..

Wenn du bereits erwacht bist – manche nennen es auch erleuchtet sein – dann interessiert dich dies hier alles wahrscheinlich nicht mehr.

Wenn du jedoch zu denjenigen gehörst, für die „erwachen“ bisher ein Begriff war für etwas, das es zu erreichen gilt und vor allem, von dem du dir versprichst, dadurch etwas Besonderes zu erleben, oder dass das Leiden und die Schmerzen endlich aufhören, dann möchtest du vielleicht gar nicht „erwachen“, sondern einfach nur, dass die Leiden aufhören oder du etwas Außergewöhnliches erlebst.

Was ist, wenn unser Wunsch nach dem Erwachen nichts anderes ist, als das Verlangen, in ein besseres Leben zu flüchten?

Befragt man Menschen, was sie sich davon versprechen, wenn sie nach jahrelanger spiritueller Arbeit endlich einmal erwachen, dann kommen Antworten wie „Dann ist alles gut“ oder „Dann gibt es keinen Streit mehr, weil wir in bedingungsloser Liebe miteinander leben“ oder „Dann sind wir angekommen“….“Dann leide ich nicht mehr“.

Hinter solchen Aussagen steht nicht der Wunsch, erwacht zu sein, sondern der Wunsch, endlich einmal entspannt zu sein 😊. Das Gefühl, wenn im Innen und Außen endlich alles gut ist, denn dann erst dann kann man aufhören, sich darum zu bemühen, dass es gut wird.

…. oder strebst du noch nach dem Sinn des Lebens?

Ist das „Erwachen“ also ein großes Thema, ein Ziel und vielleicht sogar der Sinn in unserem Leben, dann findet die Beschäftigung damit in erster Linie in unserem Kopf statt – in unseren Gedanken. Wir denken darüber nach, wie wir wohl erwachen könnten und was dafür alles erforderlich ist. Und das nur, damit das Leiden aufhört.

Aber wo genau in uns findet dieses Leiden denn statt? Wir leiden nicht mit unserem Verstand, sondern mit unserem Körper. Genauer: Mit unserem Nervensystem. Die bereitet uns Stress, wenn unser Verstand eine Situation als negativ bewertet. Dann erzeugen wir mithilfe unseres Nervensystems Gefühle. Und das hat Einfluss auf unser Leben.

Wenn wir unser Nervensystem und damit unseren Emotionalkörper beruhigen können, dann tritt das ein, was sich viele Menschen erhoffen, wenn sie endlich „aufwachen“ – Entspannung. Alles ist gut, so wie es ist!

Wir brauchen nicht zu erwachen, wenn wir unsere Themen hier und jetzt transformieren. Wir müssen keinem spirituellen Ziel hinterherrennen, es reicht, wenn wir uns unseren Emotionen stellen. Es würde sogar vollkommen genügen, unser Nervensystem einfach nur zu beruhigen. Wenn man sich im Auge des Tornados entspannen kann, dann ist auch der Wirbelsturm egal.

Eigentlich wollen sich die meisten nur sicher fühlen

Eigentlich geht es nur um die Sicherheit. Wir möchten uns in unserem Leben sicher fühlen. Dann ist auch das Erwachen egal, dann braucht es keinen Sinn mehr im Leben, dann benötigen wir kein Warum mehr, um das Wie auszuhalten.

Wenn wir uns in uns und unserem Leben vollkommen sicher fühlen, dann geschieht es etwas Wundervolles. Wir fühlen uns verbunden, wir sind in Kontakt – mit unseren Mitmenschen, mit der Erde, mit dem Leben selbst und allem, was ist. Wir sind voller Freude und begegnen jedem Augenblick als das, was er ist: ein Augenblick auf der Reise durch unser Leben, auf den ein neuer Augenblick folgt. Und wir können jeden einzelnen Augenblick offen annehmen ohne die Verbindung zu uns oder allem was ist, zu verlieren: Wir sind wach 😊.

Wenn es also nur das Gefühl der Sicherheit erforderlich ist, damit es möglich wird, ein solches Leben zu führen, dann können wir ziemlich viel für uns tun.

Zu einem sicheren Lebensgefühl gehört Verbundenheit. Zurzeit leben auf dieser Erde knapp acht Milliarden Menschen. Da könnte es doch möglich sein, dass der ein oder andere dabei ist, mit dem wir in Verbindung treten 😊.

Mit sich in Kontakt sein

Wir können in Kontakt gehen. Dies ist der wichtigste Baustein für Sicherheit. Kontakt zu uns selbst, aber auch zu anderen. Wir möchten uns in uns selbst hinein entspannen können, aber auch in die Situation mit anderen. Wenn wir zu jemandem Kontakt aufnehmen, in Kommunikation mit diesem Menschen treten und dabei feststellen, dass wir uns sicher und wohl fühlen, dann ist dies bereits ein guter Anfang!

Dabei geht es natürlich nicht um einen oberflächlichen Kontakt, bei dem sich ein Verstand mit einem anderen Verstand unterhält. Es geht vielmehr um einen echten Kontakt, aus dem ganzen „sein“ heraus. Dies kann auch ein Blick, eine Geste oder eine Berührung sein. Wir fühlen sofort den Moment, in welchem echter Kontakt entsteht. Solche Augenblicke kennt jeder. Wir verbinden sie mit Leichtigkeit, Entspannung und Sicherheit. Wir sind mit unseren Mitmenschen so verbunden, dass wir Frieden, Heilsein und Ganzheit spüren – all dies sind Empfindungen, von denen Menschen berichten, wenn sie „erwacht“ sind.

Derartige Momente erleben wir auch mit uns selbst. Wir kennen sie aus unserer Kindheit. Kannst du dich an sie erinnern?

Sogar in diesem Moment kannst du mit dir in Kontakt kommen. Gelingt es dir, dich und deinen Körper zu spüren, während du diesen Text liest?

Was dem Leben auch Sinn geben kann

Für ein gesundes und entspanntes Nervensystem zu sorgen, kann dem Leben sehr viel Sinn geben 😊.

„Nun steh ich da, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.“

 

(Faust)

Wer bis hierhin gelesen hat und noch immer nicht weiß, was der Sinn des Lebens ist, dem sei gesagt, dass er sich in bester Gesellschaft befindet 😊. Vielleicht ist ja auch gerade die Suche nach dem Sinn des Lebens eine sinnvolle Aufgabe, der man sich sein Leben lang widmen möchte.

Möglicherweise konnten wir dir ein paar Impulse mit auf den Weg geben, denen du in einer ruhigen Minute einmal nachgehen möchtest.

Wer Douglas Adams Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ kennt, der weiß, dass die dort gesuchte Frage vielleicht auch die nach dem Sinn des Lebens sein könnte. Auch wenn dies nie wirklich geklärt wurde – die Antwort ist auf jeden Fall 42 😊

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